Tag Archives | Vernetzung

Neue Projekte im November und laufende Arbeiten bis zum Ende des Jahres

In weniger als zwei Monaten ist Heiligabend, und bis dahin liegen noch einige spannende Projekte vor mir.

Anfang November werde ich beispielsweise einen Social Media Workshop für die studentische Redaktion des Technikjournals mit dem Fokus auf Marketing von wissenschaftlichen Journalen und Nutzung von Social Media zur wissenschaftlichen Recherche durchführen. Das Technikjournal wird von Studierenden der Fachrichtung Technikjournalismus/PR der Hochschule Bonn-Rhein-Sieg erstellt.

Direkt am Tag danach darf ich einen umfangreicheren Workshop für die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter des Alumniportal Deutschland in Bonn leiten. Der Fokus liegt dabei auf der Analyse der bisherigen Onlineaktivitäten und der Ermittlung von konkreten Zielen und Weiterentwicklungsoptionen. Das Alumniportal Deutschland ist ein Gemeinschaftsprojekt fünf deutscher Organisationen der entwicklungspolitischen, wirtschaftlichen, kulturellen und wissenschaftlichen Zusammenarbeit:

  • Alexander von Humboldt-Stiftung (AvH),
  • Centrum für internationale Migration (CIM/GIZ),
  • Deutscher Akademischer Austauschdienst (DAAD),
  • Goethe-Institut,
  • Gesellschaft für Internationale Zusammenarbeit e.V. (GIZ)
Das Portal ist ein gemeinnütziges Projekt und wird von der Bundesregierung finanziert.
Und zum Ende des Jahres steht ja auch noch der Relaunch der DKMS LIFE Website an, von dem ich an anderer Stelle ja bereits berichtete. Zusammen mit meinen laufenden Arbeiten für die AOK Systems und die Hochschule Koblenz bin ich also bestens ausgelastet.
Das soll Sie aber nicht von interessanten Projektanfragen abhalten. Und auch für einen Kaffee in meinem Bonner Büro findet sich immer ein wenig Zeit. Klopfen Sie doch einfach mal an.

Ökorrektur – eine offene Ideenplattform für Bonn

Am 5. März 2012 startete die Ökorrektur - eine offene Ideenplattform und Agentur für alternative Stadtbegrünung und nachhaltige Ideen. Und das steckt dahinter:

Wir sind Bonner, Selberdenker, Zusammenhängehersteller und Weltverbesserer. Wir sind offen, neugierig, idealistisch und hin und wieder unzufrieden mit dem Status Quo. Deshalb ändern wir da jetzt mal was dran. Denn jeder Mensch hat Ideen, die positive Veränderungen bewirken können. Wir haben jedenfalls so viele, dass wir sie einfach verschenken wollen. Und du?

Wir verschenken Ideen, damit sie etwas bewirken können. Vielleicht sparen sie ja Strom. Oder machen die Stadt grüner. Oder bringen dich zum lachen. Oder zum nachdenken. Jedenfalls sind Ideen in freier Wildbahn viel besser aufgehoben als hier drinnen in unseren Köpfen. Du findest das gut? Dann empfehle uns weiter. Du möchtest mitmachen?

Nimm dir eine Idee und mach was draus. Finde Gleichgesinnte und teile deine Ideen. Gebe Ideen weiter. Zum Beispiel direkt hier im Blog.

Die Website dazu stammt aus dem Hause Konzept:Sinn, und auch inhaltlich und organisatorisch wird das Projekt von uns unterstützt. Also, los geht’s!

 

The correlations between data, patterns and complexity

Professor Kruse gibt einen kleinen Ausblick auf die Herausforderungen, vor die uns die zunehmende Vernetzung und steigende Komplexität unserer Welt stellen.

Die Lösung: Um mit der steigenden Komplexität umgehen zu können, müssen wir die Komplexität noch erhöhen. Das klingt zwar paradox, macht aber Sinn. Nehmen wir zum Beispiel die mehr als fünf Milliarden Fotos, die sich inzwischen bei Flickr finden lassen. Die schiere Masse an Fotos ist völlig überwältigend, so dass man zu diesen Fotos noch zusätzliche Informationen wie Titel, Beschreibungen, Schlüsselworte, Ortsangaben etc. braucht, um mit ihnen irgendetwas anfangen zu können. Die Beziehungen der Fotografen untereinander sind ebenfalls eine interessante Messgröße, und allein daraus ließen sich komplexe Muster zeichnen.

Mustererkennung, und damit auch Musterfilter, werden also immer wichtiger, und unser Gehirn ist für diese Aufgabe bestens vorbereitet. Wir müssen lernen, mit Komplexität und riesigen Datenmengen umzugehen, sie zu filtern und Muster zu erkennen. Sonst werden wir bald den sprichwörtlichen Wald vor lauter Bäumen nicht mehr erkennen können.

Cognitive Cities Conference – Die Zukunft unserer Städte

Am 26. und 27. Februar findet in Berlin die Cognitive Cities Conference statt.

Ziel dieser Konferenz ist es, unterschiedliche Menschen zusammenzubringen und einen Austausch von Ideen zur Zukunft unserer Städte zu ermöglichen. Nach dem ersten Konferenztag geht es am zweiten Tag in die Stadt zu Workshops, Ausstellungen, Touren etc. Das Programm und die bisher bestätigten Teilnehmer/innen klingen extrem interessant, und ich habe mir zum Glück noch eines der letzten Tickets sichern können.

Auf der Website heißt es:

We are at a point in time where the paths are set for the future of cities. The Cognitive Cities Conference (#CoCities) aims to bring the vibrant global conversation about the future of cities to Germany. We see CoCities as a platform for exchange and mutual inspiration. We invite urban planners, designers, technology geeks, environmental experts, public officials, urban gardening enthusiasts and cultural influencers to be part of the conversation. We can only make our cities more livable if we work together to improve them.

So true.

Wir brauchen neue Netzwerke, um Dinge zu bewegen

Dieser Meinung bin nicht nur ich, sondern auch Hanna Lehmann, federführende Mitgründerin der Freiburger Bürgerstiftung und seit über 20 Jahren Studienleiterin der Katholischen Akademie der Erzdiözese Freiburg. Und was sie darunter versteht, legt sie sehr schön in einem Interview mit der GLS Bank dar.

Frau Lehmann, Sie sind seit über 20 Jahren Studienleiterin der Katholischen Akademie der Erzdiözese Freiburg und haben in dieser Zeit sehr erfolgreiche Veranstaltungen zum Thema Nachhaltigkeit durchgeführt. Außerdem haben Sie als Umweltbeauftragte mit Ihrem Team den Nachhaltigkeitsgedanken in das tägliche Leben der Akademie übertragen – warum dieses Engagement?
Hanna Lehmann: Ich bin immer von dem Standpunkt ausgegangen, dass man etwas verändern kann – auch in dem relativ festen Rahmen der Katholischen Akademie. Das hat mit Glaubwürdigkeit zu tun und mit dem Schöpfungsgedanken. Denn wenn man ein gutes Tagungskonzept hat, bedeutsame Themen und die besten Referenten, muss man auch den Transfer in den institutionellen Alltag leisten. Das fängt beim hauseigenen Blockheizkraftwerk an und hört beim fair gehandelten Kaffee in unserem Hotelbetrieb nicht auf.

Was sich so mühelos aufzählen lässt, dürfte in seinen Anfängen auf allerlei Widerstände gestoßen sein?
Natürlich gab es Rückschläge, aber wir hatten zum Glück immer eine Vorreiterrolle. Wenn man etwas bewirken will, ist es gut, der Erste zu sein. Dann hat man die Aufmerksamkeit von Presse und Öffentlichkeit. Genauso wichtig ist es aber, geeignete Partner zu finden: die richtigen Handelspartner, den richtigen Stromerzeuger, die richtige Bank. In einer Welt, in der das Zugehörigkeitsgefühl zu einem Ganzen verloren geht, braucht man neue Netzwerke, um zu begreifen, dass man nicht nur so ein kleiner Minimensch ist, sondern tatsächlich Dinge in Bewegung bringen kann.

[Das vollständige Interview finden Sie hier.]

Vernetztes Denken – ein Workshop am RheinAhrCampus

Am RheinAhrCampus der FH Koblenz durchlaufen alle Studierenden der betriebswirtschaftlichen Studiengänge den Workshop “Vernetztes Denken”, für den ich seit April 2009 den Lehrauftrag habe. Die Studierenden sollen die Bedeutung von Systemtheorie und Kybernetik für die allgemeine Beschreibung von (betrieblichen) Wirkungszusammenhängen erkennen und lernen, Techniken zur Abbildung und Analyse komplexer vernetzer Systeme adäquat anzuwenden.

Um das zu erreichen, haben die Studierenden in den vergangenen Semestern immer eine konkrete Problemsituation mit Hilfe der “Methode des vernetzten Denkens” nach Prof. Dr. Dr. Frederik Vester bearbeitet. Diese auch als “Sensitivitätsmodell Prof. Vester” bekannte Methode kann überall dort zur Anwendung kommen, wo Fragestellungen zu komplexen Systemen nicht mit der üblichen linearen Vorgehensweise zu beantworten sind. Also in jedem sozialen und somit offenen System.

In diesem Semester läuft der Workshop jedoch ein wenig anders ab.

Die Aufgabenstellung ist sehr einfach: Die Studierenden sollen sich in kleinen Gruppen auf ein Thema einigen, dass in irgendeiner Form Aspekte der Vernetzung und Kooperation aufweist. Sie sollen diese Aspekte herausarbeiten und in einem kompakten Text beschreiben und analysieren. Mein Ziel war, bei den Studierenden das Interesse – und vielleicht sogar die Begeisterung – für das Thema Vernetzung zu wecken und ihnen die immense Bedeutung zur Lösung der globalen Probleme zu verdeutlichen.

Die obigen Themen wurden im ersten Workshop bearbeitet, und drei weitere Workshops mit anderen Studierenden folgen noch. Das neue Workshopkonzept hat sich als erfolgreiches Experiment herausgestellt, das ich nun noch weiter verfeinern werde. Ich bin sehr gespannt auf die nächsten Workshops und werde hier davon berichten.

Update 02.12.2010: Diese Themen wurden von den Studierenden im zweiten Workshop bearbeitet.

Update 09.12.2010: Diese Themen wurden von den Studierenden im dritten Workshop bearbeitet.

Update 16.12.2010: Diese Themen wurden von den Studierenden im vierten Workshop bearbeitet.

Und mir bleibt nun noch die Aufgabe, über 50 Texte zu lesen, zu bewerten und den Studierenden ein Feedback dazu zu geben.