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Ökorrektur – eine offene Ideenplattform für Bonn

Am 5. März 2012 startete die Ökorrektur - eine offene Ideenplattform und Agentur für alternative Stadtbegrünung und nachhaltige Ideen. Und das steckt dahinter:

Wir sind Bonner, Selberdenker, Zusammenhängehersteller und Weltverbesserer. Wir sind offen, neugierig, idealistisch und hin und wieder unzufrieden mit dem Status Quo. Deshalb ändern wir da jetzt mal was dran. Denn jeder Mensch hat Ideen, die positive Veränderungen bewirken können. Wir haben jedenfalls so viele, dass wir sie einfach verschenken wollen. Und du?

Wir verschenken Ideen, damit sie etwas bewirken können. Vielleicht sparen sie ja Strom. Oder machen die Stadt grüner. Oder bringen dich zum lachen. Oder zum nachdenken. Jedenfalls sind Ideen in freier Wildbahn viel besser aufgehoben als hier drinnen in unseren Köpfen. Du findest das gut? Dann empfehle uns weiter. Du möchtest mitmachen?

Nimm dir eine Idee und mach was draus. Finde Gleichgesinnte und teile deine Ideen. Gebe Ideen weiter. Zum Beispiel direkt hier im Blog.

Die Website dazu stammt aus dem Hause Konzept:Sinn, und auch inhaltlich und organisatorisch wird das Projekt von uns unterstützt. Also, los geht’s!

 

Post von biodeals.de

Vor einigen Tagen habe ich bei biodeals.de einen Gutschein für meine Lieblingsschokolade gekauft, und heute lag eine handgeschriebene Postkarte mit einem Dank und guten Osterwünschen vom Biodeals-Team in meinem Briefkasten.

Ich habe mich über die Karte wirklich gefreut, und ein handgeschriebenes Dankeschön ist in Zeiten der zunehmenden Digitalisierung ein echtes Highlight. Das ist jedenfalls ein sehr guter Start unserer Kundenbeziehung, und ich freue mich schon auf die nächsten leckeren Angebote.

Wir brauchen neue Netzwerke, um Dinge zu bewegen

Dieser Meinung bin nicht nur ich, sondern auch Hanna Lehmann, federführende Mitgründerin der Freiburger Bürgerstiftung und seit über 20 Jahren Studienleiterin der Katholischen Akademie der Erzdiözese Freiburg. Und was sie darunter versteht, legt sie sehr schön in einem Interview mit der GLS Bank dar.

Frau Lehmann, Sie sind seit über 20 Jahren Studienleiterin der Katholischen Akademie der Erzdiözese Freiburg und haben in dieser Zeit sehr erfolgreiche Veranstaltungen zum Thema Nachhaltigkeit durchgeführt. Außerdem haben Sie als Umweltbeauftragte mit Ihrem Team den Nachhaltigkeitsgedanken in das tägliche Leben der Akademie übertragen – warum dieses Engagement?
Hanna Lehmann: Ich bin immer von dem Standpunkt ausgegangen, dass man etwas verändern kann – auch in dem relativ festen Rahmen der Katholischen Akademie. Das hat mit Glaubwürdigkeit zu tun und mit dem Schöpfungsgedanken. Denn wenn man ein gutes Tagungskonzept hat, bedeutsame Themen und die besten Referenten, muss man auch den Transfer in den institutionellen Alltag leisten. Das fängt beim hauseigenen Blockheizkraftwerk an und hört beim fair gehandelten Kaffee in unserem Hotelbetrieb nicht auf.

Was sich so mühelos aufzählen lässt, dürfte in seinen Anfängen auf allerlei Widerstände gestoßen sein?
Natürlich gab es Rückschläge, aber wir hatten zum Glück immer eine Vorreiterrolle. Wenn man etwas bewirken will, ist es gut, der Erste zu sein. Dann hat man die Aufmerksamkeit von Presse und Öffentlichkeit. Genauso wichtig ist es aber, geeignete Partner zu finden: die richtigen Handelspartner, den richtigen Stromerzeuger, die richtige Bank. In einer Welt, in der das Zugehörigkeitsgefühl zu einem Ganzen verloren geht, braucht man neue Netzwerke, um zu begreifen, dass man nicht nur so ein kleiner Minimensch ist, sondern tatsächlich Dinge in Bewegung bringen kann.

[Das vollständige Interview finden Sie hier.]

mundraub.org – freies Obst für freie Bürger

Seit einigen Wochen schiebe ich schon die Idee vor mir her, eine Google Map mit frei verfügbarem Obst in Bonn zu erstellen. Mit wachen Augen und ein bisschen Ahnung von der lokalen Flora entdeckt man an vielen Orten in Bonn Brombeeren, Äpfel, Holunder, Birnen, Wal- und Haselnüsse und viele andere leckere Früchte, die nur darauf warten, gepflückt zu werden. Aber diese Idee hatte natürlich nicht nur ich, sondern auch das Team von mundraub.org. Dort gibt es eine Karte für ganz Deutschland, auf der man freies Obst für freie Bürger finden – und auch selber eintragen – kann.

Die Ideen dahinter sind:

Wir möchten, dass kein herrenloses Obst mehr am Baum verrottet und machen deshalb Mundraub salonfähig.

Wir wissen, dass jedes Jahr herrliche Früchte an zigtausenden von herrenlosen oder vergessenen Obstbäumen an Landstraßen, in verlassenen Gärten oder auf Grundstücken von Menschen mit wenig Zeit verderben. Oft handelt es sich dabei um sehr kostbare alte Sorten. Und das in unserer nächsten Umgebung.

Wir haben uns deshalb überlegt, wie ihr dem Rest der Welt über diese kostbaren Ressourcen berichten könnt. Die Initiative mundraub.org bietet euch eine Plattform, wilde oder herrenlose Obstbäume zum Abernten in der MundraubMap zu taggen, um sie anderen Menschen ins Bewusstsein zu bringen. Gratis, als euer Geschenk und als Geschenk der Natur. Wenn Ihr was zurück schenken wollt so werdet Ihr in der nächsten Version Informationen zu Aktionen finden, an denen Ihr Euch beteiligen könnt – oder die Ihr vielleicht selbst organisiert!

Wir sind uns bewusst, dass vermeintlich herrenlose Bäume – wie zum Beispiel an einer verlassenen Landstraße – jemandem gehören könnten. Ob Bund, Land oder Privatperson – wir wollen nicht zum Diebstahl animieren! Mit dem Wachsen der Plattform werden wir uns gemeinsam darum kümmern, dass die Besitzer ihre Bäume für alle sichtbar freigeben. Damit ihr ohne schlechtes Gewissen nach Herzenslust mundrauben könnt. Dazu bitten wir alle – Besitzer, Mundräuber, Anwohner – Missbrauch vorzubeugen. Damit die Schätze gebraucht und nicht missbraucht werden.

Wir hoffen, dass ihr die Schätze vor eurer Haustür wieder entdeckt und dass ihr für Bioäpfel und Ökokirschen aus Übersee, zumindest zwischen Juli und November, bald nur noch ein weises Schmunzeln übrig habt…

In und um Bonn existiert noch kein Eintrag, und das werde ich ändern. Die Idee ist einfach zu gut um nicht unterstützt zu werden, und dank mundraub.org kann ich mich auf die Einträge konzentrieren und muss die Karte und die Website nicht mehr aufbauen. Ressourcen zu teilen macht halt Sinn!

Meine erste Begegnung mit dem FROH! Magazin

Gestern lag die aktuelle Ausgabe des FROH! Magazins mit dem Thema “Ernte” in meinem Briefkasten, nachdem ich es vorgestern bestellt hatte. Allein dafür verdient das FROH! Team schon Lob. Drüben beim Stylespion hatte ich schon häufiger lobende Worte über das Magazin gelesen, und er hat nicht übertrieben. Das Thema “Ernte” wird aus den unterschiedlichsten Perspektiven beleuchtet, und das FROH! Team macht den sich selbst gesteckten Zielen alle Ehre:

FROH! ist ein Gesellschaftsmagazin, das besondere Ereignisse des Jahres aufgreift und sich neugierig auf die Fragen und Themen dahinter einlässt. Die Beitragenden schenken dem Magazin nicht nur ihre Texte und Bilder, sondern den Lesern auch neue und überraschende Blickwinkel. [...] Wir träumen heute von einer besseren Welt von morgen. Eine Gesellschaft, in der man sich nicht nur um sich selber dreht, sondern die Verantwortung für sich und sein Umfeld wahrnimmt.

ERNTE from FROH! Magazin on Vimeo.

Für mich ist das FROH! Magazin eine echte Wohltat zwischen all den dumpfen und gleichförmig gestalteten Printprodukten und eine klare Leseempfehlung!

Papier sparen und die Umwelt schonen mit dem Grünspar PAK

Grünspar verschenkt zum Tag der Tropenwälder 250 PapierAblageKörbe (kurz PAK) an Blogger, mit denen du ganz einfach Papier sparen und die Umwelt schonen kannst.

Der Grünspar PAK (PapierAblageKorb) ist ein Papierkorb aus Pappe und vereint Papierkorb und Ablagefläche für Schmierblätter. Statt im landen Fehldrucke & Co auf dem Papierkorb. Zur erneuten Nutzung sind sie damit schnell zur Hand. So kann unnötiger Papiermüll vermieden werden. Das spart Geld und freut die Umwelt.

Mit zwei Kindern kann man immer Papier zum Basteln, Malen & Co. gebrauchen, und der Grünspar PAK wird uns das Sammeln noch erleichtern.

Bei Grünspar findest du außerdem noch viele gute Tipps und Ideen, wie du deinen Alltag ökologischer und sparsamer gestalten kannst.

Bonn möchte Fairtrade-Stadt werden – wir drücken die Daumen!

Am 25. Juni hat unser OB Jürgen Nimptsch die Bewerbungsunterlagen für die Auszeichnung “Fairtrade-Stadt” unterzeichnet, und wir drücken natürlich alle Daumen! In Bonn ist der Begriff “Fairtrade” schon lange mehr als nur eine gute Idee, und nun sollen die Anstrengungen für einen gerechteren Handel und sozialere Arbeitsbedingungen noch verstärkt werden. In der Pressemeldung zur Bewerbung heißt es:

“Faire Produkte müssen noch mehr heraus aus den Öko-Nischen und allen Bevölkerungsschichten zur Verfügung stehen”, dies hat sich die Steuerungsgruppe zum Ziel gesetzt. “Denn faire Produkte sind ein Garant für den Verbraucher, dass Kaffee, Tee, Orangensaft, Schokolade, Blumen oder auch Kleidung unter menschenwürdigen Arbeitsbedingungen produziert wurden und dass etwa keine ausbeuterische Kinderarbeit damit verbunden ist”, unterstreicht Susanne Walia, Vorsitzende der Steuerungsgruppe Fairtrade Town Bonn.

Die Steuerungsgruppe wird sich zunächst damit befassen, den augenblicklichen Status genauer zu erheben und zusammentragen, wie viel Engagement es derzeit in Sachen Fair Trade im Bonner Stadtgebiet gibt. Daran anknüpfend haben sich die Mitglieder zum Ziel gesetzt, diese Zahlen weiter zu steigern, auch wenn Bonn das Fair Trade Town Zertifikat erlangt hat. “Wir sind sicher: Bonn kann noch mehr in Sachen Fair!.”

Weltweit beteiligen sich in 17 Ländern mehr als 750 Städte, Dörfer, Landkreise und Inseln und mit Wales sogar eine “Fairtrade nation” an der Aktion Fairtrade Town. Vorreiter bei der Kampagne ist Großbritannien mit 450 Fairtrade Towns. In Deutschland erfüllen mittlerweile neun Städte die Kriterien, 25 befinden sich derzeit im Bewerbungsprozess. In Deutschland wird die Kampagne vom Verein TransFair getragen. Der Titel wird zunächst für zwei Jahre verliehen.

Mehr zur Bewerbung und zu Fairtrade finden Sie in der Pressemeldung der Stadt Bonn.